Ridge Elektro Skateboard – EL1

  • Ridge Elektro Skateboard – EL1

Mit dem EL1 mischt Ridge auf dem Elektro Skateboard Markt mit. Wie gewohnt ist der Preis auch beim Elektro Cruiser angenehmer für den Geldbeutel als bei anderen Marken. Ob der Cruiser auch qualitativ überzeugen kann, findet ihr in den folgenden Abschnitten heraus. Allgemeine Infos zu den motorisierten Boards findest du auf der Seite zum Thema Elektro Skateboard.

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Das Ridge Elektro Board im Test

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Design

Das Design des Elektro Cruisers aus dem Hause Ridge Skateboards ist puristisch und kann durch liebevolle Details punkten. Das Griptape ist beispielsweise im oberen Bereich so ausgeschnitten, dass ein Blitz zu erkennen ist. Außerdem sind die Wheelwells, also die Einkerbungen im Deck auf der Höhe der Rollen farbig. Der Motor wurde in der hinteren linken Rolle verbaut und der Akku auf der Unterseite des Decks angebracht. Das Ganze sieht sehr stimmig aus und gefällt uns gut.

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Verarbeitung

Die verwendeten Materialien sehen gut aus. Bei unserem Board gibt es lediglich eine leichte Unschönheit bei der Akku-Einfassung, die jedoch keine funktionellen Probleme mit sich bringen sollte. Die Fernbedienung fühlt sich nicht sehr wertig an, liegt jedoch gut in der Hand.

Der Motor wurde, wie angesprochen, in einem Rad verbaut. Von hier aus geht ein kurzes Kabel zum Akku, der sich an der Unterseite des Decks befindet. Diese Konstruktion erlaubt es, dass das Board insgesamt nur ca. 3,5 kg wiegt. Das ist für ein Elektro Longboard ein passables Gewicht.

 

ridge longboard motor

 

In Bezug auf die Funktion sind uns teilweise Verbindungsprobleme aufgefallen, d.h. die kabellose Fernbedienung verliert hin und wieder die Verbindung zum Board. Ohne Connection beschleunigt der Elektor Motor nicht mehr und die elektrische Bremse funktioniert logischerweise ebenso nicht.

Wir haben Ridge Skateboards dazu angeschrieben und folgende Tipps bekommen:

Tipps

  • Handy in den Flugmodus setzen, damit keine etwaigen Störungen auftreten.
  • Fernbedienung so nah wie möglich ans Board halten.

Mit den Tipps funktioniert es besser, aber immer noch nicht tadellos. Das ist auf jeden Fall ein Punkt, der beim Nachfolgermodell beachtet werden sollte.

Ein weiterer Punkt ist die „Intelligenz“ des Motors. Wenn man in der Fahrt das Gas wegnimmt und danach wieder hinzuschaltet, dann erkennt der Motor nicht die aktuelle Geschwindigkeit. Er beschleunigt also wieder von „0“ an, was den Fahrfluss leicht stört.

Ein positiver Punkt ist, dass der Motor beim Bremsen Strom erzeugt und sich somit wieder auflädt. Das kann, je nachdem welche Strecke du wählst, zu ein paar „Extra-Kilometern“ führen.

Das Board, sowie der Motor, sind nicht wasserfest. Du musst also aufpassen, dass du nicht in einen Regenschauer gerätst. Wasserschäden sind nicht von der Garantie betroffen.

Außerdem darfst du nicht selbst am Motor „rumbasteln“. Wenn es Probleme gibt, muss das Board eingeschickt werden, da sonst ebenso keine Garantie greift. Ganz davon abgesehen, dass du dir auch einen Elektroschock einfangen kannst, wenn du am Motor oder Akku Änderungen vornimmst.

Der Hersteller empfiehlt es das Board bei Zimmertemperatur zu lagern und den Akku stets aufgeladen zu halten. Somit verlängert sich seine „Lebenszeit“.

Das Board besitzt 180 Tage Garantie, die bei Herstellungsfehlern greift.

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Fahrgefühl

Das Lenkverhalten ist sehr angenehm. Da die Achsen, wie für Cruiser üblich, weich eingestellt sind, ist das Kurvenverhalten sehr flüssig. Je nach Gewicht, kann es sinnvoll sein, die Achsen etwas weicher oder härter einzustellen.

Das Deck besteht aus mehreren Schichten Holz und besitzt einen geringen Flex, d.h. das Board gibt nicht viel nach, wenn man drauf steht. Dies ist für Holzdecks üblich.

Die Rollen fühlen sich in Bezug auf den Grip und das Kurvenverhalten gut an.

Wie schon im vorherigen Teil angesprochen, ist die Beschleunigung des Boards kontinuierlich. Das bedeutet, dass das Board langsam auf die maximale Geschwindigkeit beschleunigt. Das führt zu einer höheren Sicherheit, da somit nicht die ganze Kraft sofort auf das Board und somit auf dich wirkt. Um zu beschleunigen musst du den Hebel der Fernbedienung nach oben schieben.

 

ridge-elektro board fernbedienung

 

Tipp: Stelle dich auf das Board und pushe erstmal selbst bevor du den Motor hinzuschaltest. Somit ist der Schub durch den Motor nicht so „plötzlich“ und du kannst problemlos das Geleichgewicht halten. Es ist außerdem ratsam beim Beschleunigen das Gewicht auf den vorderen Fuß zu verlagern.

Außerdem hast du die Wahl wieviel Gas du geben möchtest. Die Fernbedienung ermöglicht, wie beim Gaspedal beim Auto, eine stufenlose Beschleunigung. Die maximale Geschwindigkeit beträgt laut Hersteller 16 km/h. Wir finden, dass dies eine angenehme Geschwindigkeit zum Cruisen ist, da der Cruiser stets kontrollierbar erscheint.

Das Bremsen ist ebenso über die Fernbedienung möglich. Hierzu schiebst du den Hebel einfach nach hinten. Das Bremsen ist nicht kontinuierlich, damit du schnell zum Stehen kommst. Bei diesem Manöver raten wir dir dein Gewicht auf den hinteren Fuß, also nach hinten, zu verlagern, damit du keine Gleichgewichtsprobleme bekommst.

Tipp: An das Bremsen und das Anfahren solltest du dich herantasten. Also nicht gleich Vollgas geben.

WICHTIG
Wie im Part „Verarbeitung“ angesprochen, kann es immer zu Verbindungsproblemen zwischen Fernbedienung und Board kommen. Du musst also immer so fahren, dass du auch OHNE Motorbremse zum Halten kommen könntest. Außerdem solltest du stets Schutzkleidung, also einen Helm und am besten auch Schoner, tragen.

Die Devise lautet: lieber Vor- als Nachsicht!

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Rechtliche Situation

Aktuell ist es in Deutschland rechtlich gesehen nicht erlaubt die Elektro Longboards im Straßenverkehr zu nutzen.

Das heißt um rechtliche Schwierigkeiten zu vermeiden, musst du die Cruiser auf privaten Flächen benutzen. Natürlich muss man hier dazusagen, dass es sich bei den Elektro Skateboards um neue Produkte handelt, d.h. hier können (hoffentlich) noch rechtliche Anpassungen erwartet werden.

Hier kannst du dir das Elektro Longboard kaufen:

Ridge Elektro Skateboard – EL1
Auf der Sportmesse ISPO 2017 in München sind wir mehrere Elektro Longboards Probe gefahren. Im Vergleich zu den hochpreisigen Elektromotoren, gibt es natürlich Unterschiede. Beim aktuell ca. 2000 Euro schweren Mellowboard kommt uns der Motor z.B. sehr ausgereift und die Verarbeitung äußerst wertig vor. Im Preissegment von Ridge, aktuell rund 400 Euro, sind wir bisher keine Vergleichsboards gefahren. Da der Preis jedoch "verkraftbarer" ist, kann man auch bei den Funktionsproblemen eher ein Auge zudrücken. Wer also einen erschwinglichen Einstieg in die Elektro Cruiser Welt sucht, kann sich den Ridge EL1 zulegen.
7.5 Total Score
ERSCHWINGLICHER EINSTIEG

Auf der Sportmesse ISPO 2017 in München sind wir mehrere Elektro Longboards Probe gefahren. Im Vergleich zu den hochpreisigen Elektromotoren, gibt es natürlich Unterschiede. Beim aktuell ca. 2000 Euro schweren Mellowboard kommt uns der Motor z.B. sehr ausgereift und die Verarbeitung äußerst wertig vor. Im Preissegment von Ridge, aktuell rund 400 Euro, sind wir bisher keine Vergleichsboards gefahren. Da der Preis jedoch "verkraftbarer" ist, kann man auch bei den Funktionsproblemen eher ein Auge zudrücken. Wer also einen erschwinglichen Einstieg in die Elektro Cruiser Welt sucht, kann sich den Ridge EL1 zulegen.

Design
8.5
Verarbeitung
6.5
Fahrgefühl
8
Preis/Leistung
7
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Eigenschaften im Überblick

Deck
Material mehrlagiges Holz
Shape „klassisch“
Maße (l x b) ca. 70 x 22 cm
Wheelbase ca. 36 cm
Flex (Flexibilität) stiff
Concave (Wölbung) kein Concave
Tail Kicktail
Maximalgewicht 100 kg

Achsen
Breite ca. 15 cm

Rollen
Durchmesser 70 mm
Härte 90A (weich)

Batterie Angaben des Herstellers
Typ Lithium-Ion
Standard Spannung 25,2 V
Kapazität 55 Wh
Reichweite ca. 10 km
Ladezeit ca. 2 h
Anzahl der Ladungen Über 500 mal aufladbar

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