CRUISER BOARD
SETUP

Die folgenden Informationen helfen dir die verschiedenen Komponenten eines Cruiser Boards kennenzulernen.

Dies ist wichtig, da du somit einschätzen kannst, welchen Einfluss die verschiedenen Parts auf das Fahrverhalten haben. Manche Skater suchen z.B. ein agiles Board, andere tendieren zu einem Cruiser mit „stabiler“ Fahrweise. Manche legen wert darauf Tricks zu performen, andere möchten lediglich entspannt durch ihre Stadt cruisen…

Letztendlich kannst du über eine geschickte Konfiguration der verschiedenen Parts das Fahrverhalten deines Cruisers in die gewünschte Richtung lenken. Auch zur Bewertung der Komplett-Boards ist es ratsam die Eigenschaften der verschiedenen Bausteine zu kennen.

Das Cruiser Skateboard kann grob in drei Elemente unterteilt werden:

Deck

1

Länge

Der erste wichtige Punkt ist die Länge des Decks.

Ist dir Handlichkeit und eine hohe Agilität wichtig, dann ist der Mini Cruiser die bessere Wahl. Legst du auf ein stabileres, schnelleres Fahren wert, so bist du mit einem „normalen“ Cruiser Board gut bedient.

Auf der Suche nach dem für dich passenden Cruiser Board ist es gut möglich, dass du über den Begriff der „Wheelbase“ stolperst. Bezeichnet wird damit der Abstand zwischen den inneren Bohrungen des für die Achsmontage vorgesehenen Abschnitts. Umso kleiner die Wheelbase, also der Abstand zwischen den Achsen, desto agiler das Board.

2

Flex

Der zweite Punkt ist der sogenannte Flex des Boards. Die Decks sind in verschiedenen Härtegraden erhältlich, es gibt also flexible oder harte Bretter. Die Flex-Stufen werden von viel Flex zu wenig Flex in flexy, medium und stiff unterteilt.

  • Flexy: Wenn du mehr Wert auf das sogenannte „carven“, also Kurven fahren, legst, ist ein weiches Brett mit viel Flex zu empfehlen.
  • Stiff: Im Fall von Downhill-Fahrten ist ein rigides Board mit wenig Flex passender, da dieses bei hohen Geschwindigkeiten weniger in unangenehme Schwingungen gerät.
  • Medium: Wenn du eine Kompromisslösung suchst, ist die mittlere Flex-Stufe zu empfehlen.

Es gilt natürlich immer zu beachten, dass die Flexibilität des Boards an dein Gewicht angepasst sein sollte. Schwere Skater benötigen oftmals Cruiser Boards mit weniger Flex.

3

Concave

Der dritte Punkt ist die Wölbung bzw. das Concave des Decks, d.h. inwiefern die Kanten des Decks nach oben gebogen sind.

Umso größer die Wölbung, desto besser ist die Kantenkontrolle, was somit Einfluss auf das Lenkverhalten hat. Hier unterscheidet man in der Regel in low, medium und high concave.

Cruiser Boards haben meist eine geringe bzw. keine Wölbung und sind somit im low und medium concave Bereich anzusiedeln.

4

Tail

Der vierte interessante Punkt ist das Tail deines Cruiser Boards.

Wenn du gerne Stunts und Tricks mit deinem Brett durchführen möchtest, dann ist ein „Kicktail“ zu empfehlen, da dieses leicht nach oben gebogen ist und somit für den nötigen „Pop“ sorgt. Auch wenn Du nur eine Bordsteinkante als Hindernis hast, ist auch hier diese Art von Tail sehr hilfreich.

Wenn du vor allem wie auf dem Surfbrett durch die City schwingen möchtest, spricht dich ein gerades Tail vielleicht mehr an. Das Tricksen ist auch mit dieser Variante möglich, jedoch eher in beschränktem Maße.

Achsen

1

Achsenbreite und Achsenhöhe

Die Achsenbreite und die Achsenhöhe sind von großer Wichtigkeit. Dies ist vor allem relvant, wenn du kein komplett vormontiertes Board kaufst, sondern eines selbst zusammenstellen möchtest.

Die Achsenbreite und -höhe muss zur Breite des Decks und zum angestrebten Fahrfeeling passen. Hier gilt: Umso weniger breit die Achse, desto agiler das Board. Die Achsenhöhe muss ebenfalls passen, da ansonsten beim Lenken das Deck mit den Rollen in Berührung kommen kann. Dies beeinträchtigt natürlich den Fahrspß und nutzt zusätzlich Deck und Rollen ab.

Wenn du dein altes Skateboard in ein Cruiser Board umbaust, kannst du die Achsen mit sogenannten Riser Pads erhöhen. Diese montierst du zwischen der Achse und dem Deck, damit der Abstand zwischen Deck und den größeren Cruiser Board Rollen erweitert wird.

Um die perfekte Achse für dich zu finden, empfehlen wir dir deinen Skateshop des Vertrauens aufzusuchen und dich beraten zu lassen.

2

Achsentypen

Die Achsentypen, auf die du in der Longboardwelt triffst, sind die folgenden: Reverse King-Pin- und Standard King-Pin-Achsen.

Der King-Pin ist sozusagen der „Stift“, auf den die meist farbigen Gummiringe (Bushings) gesteckt werden. Die Varianten unterscheiden sich in Bezug auf die Bauart.

Der King-Pin ist bei der Standard Ausführung, welche auch beim Skateboard montiert ist, ziemlich senkrecht angebracht. Die Fahreigenschaften sind je nach Neigung unterschiedlich.

Der Reverse King-Pin sorgt im Großen und Ganzen für ein stabileres Fahren und ist somit für Downhill-Sessions bestens geeignet.

Aufgrund der Nähe des Cruiser Boards zum Skateboard wirst du hier auf die Standard King-Pin Version treffen.

Rollen oder auch Wheels

1

Durchmesser

Die Rollengröße bzw. der Durchmesser der Rolle hat einen Einfluss auf die Geschwindigkeit und die Beschleunigung.

Umso größer die Rolle, desto höher ist die erreichbare Endgeschwindigkeit. Desto kleiner die Rolle, desto größer ist die Beschleunigung.

Beim Cruiser Board trifft man mit einem Durchmesser von ca. 59-72 mm meist auf eine Kompromisslösung zwischen Geschwindigkeit und Beschleunigung.

2

Härte

Die Härte der Rollen muss ebenfalls beachtet werden.

Softe Wheels haften besser auf der Straße und besitzen somit mehr Grip. Zudem werden Unebenheiten der Fahrbahn gedämpft. Harte Rollen sind aufgrund der geringeren Haftung gut zum Sliden und zum Erreichen von hohen Geschwindigkeiten besser geeignet.

Bei den Cruiser Boards werden normalerweise weiche Rollen verbaut, da diese besser zum kurvenbetonten, gemütlicheren Fahrstil passen.

3

Kanten

In Bezug auf die Kanten hast du ebenfalls die Auswahlmöglichkeit zwischen abgerundeten und eckigen Wheels.

Eckige Rollen besitzen mehr Auflagefläche und liefern somit mehr Grip. Runde Kanten sind besser geeignet, wenn man beispielsweise auf Slides wert legt.

4

Kugellagersitz

Der Kugellagersitz bzw. der Kern der Rolle ist ebenfalls ein interessantes Entscheidungskriterium. Es wird unterschieden zwischen dem centerset, offset und sideset.

  • In der centerset-Ausführung sitzen die Kugellager in der Mitte der Rolle. Dies führt zu einem hohen Grip und gleichmäßiger Abnutzung.
  • Sideset-Rollen sind beim Slide von Vorteil, führen jedoch zu einer kegelförmigen Abnutzung der Rollen.
  • Die offset-Variante stellt die Kompromisslösung dar.

Bei Cruiser Boards findet man vor allem die centerset und offset-Variante, da diese am besten zum angestrebten Fahrfeeling passen.

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